Eurowings Pilotenstreik 2026: Was Passagiere jetzt wissen müssen

Im Lufthansa-Konzern spitzt sich ein weiterer Tarifkonflikt zu: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat bekannt gegeben, dass sie ihre Mitglieder bei Eurowings zu einer Urabstimmung über mögliche Arbeitskampfmaßnahmen aufruft. Grund dafür sind erneut gescheiterte Verhandlungen über die betriebliche Altersvorsorge. Diese Abstimmung läuft bis zum 16. März 2026 um 10:00 Uhr.

Auswirkungen auf Passagiere

Für Reisende bedeutet die mögliche Streikankündigung Unsicherheit. Bereits nach früheren Arbeitskämpfen bei Lufthansa und ihren Tochtergesellschaften kam es zu zahlreichen Flugausfällen und Verspätungen. Sollte es erneut zu Streiks kommen, sind Passagiere gemäß der europäischen Fluggastrechteverordnung (EU 261/2004) geschützt.

Grundsätzlich gilt: Wird ein Flug kurzfristig gestrichen oder erheblich verspätet, haben Betroffene Anspruch auf:

  • Rückerstattung des Ticketpreises oder Ersatzbeförderung,
  • Betreuungsleistungen wie Verpflegung und Hotelübernachtung,
  • Ausgleichszahlungen zwischen 250 € und 600 €, sofern keine außergewöhnlichen Umstände vorliegen.

Wann besteht Anspruch auf Entschädigung?

Ein Streik ist nicht automatisch ein außergewöhnlicher Umstand. Das gilt insbesondere, wenn der Arbeitskampf vom eigenen Personal der Airline ausgeht. Der Europäische Gerichtshof hat in mehreren Urteilen entschieden, dass Airlines für betriebsinterne Streiks haftbar gemacht werden können. Fluggäste sollten daher prüfen, ob ihnen ein Anspruch zusteht.

 

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