08.06.2026
Am Sonntagabend wurde der Flugbetrieb am Flughafen München für rund zwei Stunden ausgesetzt, nachdem im Tower Brandgeruch festgestellt wurde. Die Flugsicherung stoppte sofort alle Starts und Landungen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Später wurde ein technischer Defekt in einem Lüfter als Ursache identifiziert – ein offenes Feuer gab es nicht.
Um 20:33 Uhr löste der Brandmelder im Tower aus. Das Gebäude musste evakuiert und die Feuerwehr alarmiert werden. In der Folge ruhte der gesamte Flugverkehr. Etwa 35 Maschinen wurden auf andere Flughäfen umgeleitet, während viele Flüge Verspätungen erlitten oder komplett gestrichen wurden. Nach einer Sondergenehmigung des Verkehrsministeriums durften zwischen Mitternacht und 1:30 Uhr weitere Starts und Landungen stattfinden, um den Rückstau abzubauen.
Viele Reisende mussten unerwartet lange Wartezeiten und Umbuchungen hinnehmen. Obwohl der Betrieb gegen Mitternacht wieder aufgenommen wurde, kam es auch am Folgetag zu einzelnen Verzögerungen. Besonders umgeleitete Flüge wurden in den Nachtstunden nach München zurückgeführt, um den Normalbetrieb am Montag zu sichern.
In diesem Fall liegt kein Recht auf Entschädigung vor, da es sich um einen außergewöhnlichen Umstand handelt und die Airline nicht belangt werden kann. Sie haben jedoch das Recht auf Ersatzbeförderung/ Erstattung der Ticketkosten, je Situation.
Stand: 07. Juni 2026 – Quelle: dpa-AFX, Flughafen München, eigene Recherchen.