Iran-Krieg führt zu Kerosinmangel und steigenden Flugpreisen
Steigende Kerosinpreise treffen Fluggesellschaften
Der seit einem Monat anhaltende Iran-Krieg beeinträchtigt den internationalen Luftverkehr erheblich. Die Verdoppelung der Kerosinpreise zwingt viele Fluggesellschaften, ihre Ticketpreise zu erhöhen oder Flüge zu streichen. Ursache ist die gestörte Ölversorgung über die Straße von Hormus, wodurch sich der Treibstoff verknappt und verteuert.
Passagiere müssen sich laut Branchenexperten auf eine anhaltende Kostensteigerung einstellen. Zwar haben einige Airlines wie Ryanair über Terminkontrakte günstigere Kerosinpreise abgesichert, doch nicht alle Unternehmen konnten ihr Risiko so wirksam minimieren.
Airlines reagieren unterschiedlich auf die Treibstoffkrise
EasyJet spricht von einer „vorübergehend gedämpften Nachfrage“, insbesondere zu Zielen im östlichen Mittelmeer. Dagegen profitieren west- und südeuropäische Destinationen wie Spanien von höherer Nachfrage. Reiseveranstalter wie TUI oder Eurowings berichten von einem plötzlichen Buchungsboom nach Mallorca, nachdem viele Reisende auf „bewährte“ Ziele ausweichen.
Anders sieht es bei der skandinavischen SAS aus. Die Fluggesellschaft kündigte an, wegen der hohen Betriebskosten im April rund 1.000 Flüge zu streichen. Auch kleinere Carrier wie Air Baltic kämpfen derzeit mit den gestiegenen Treibstoffpreisen.
Ausfälle bei Drehkreuzen am Arabischen Golf
Besonders drastisch sind die Folgen im Fernverkehr. Durch Raketenangriffe und Unsicherheiten in der Golfregion sind die zentralen Drehkreuze Doha, Abu Dhabi und Dubai auf unbestimmte Zeit unpassierbar. Airlines wie Qatar Airways oder Gulf Air haben Maschinen vorübergehend auf Parkplätzen in Spanien abgestellt. Rund die Hälfte des Verkehrs zwischen Europa und Asien ist derzeit weggebrochen. Wer aktuell nach Thailand oder Australien reisen möchte, muss deutlich höhere Preise zahlen.
Lufthansa reagiert mit Flottenanpassung
Auch die Lufthansa steht unter Druck. Trotz einer Absicherung von bis zu 80 % ihres Treibstoffbedarfs prüft der Konzern, 20 bis 40 ältere, verbrauchsintensive Maschinen vorübergehend stillzulegen. Die frei werdenden Kapazitäten sollen auf profitableren Strecken, etwa innerhalb Europas und Richtung Indien, eingesetzt werden.
Die gestiegenen Kerosinzuschläge belasten zusätzlich die Ticketpreise. Bei Langstreckenflügen in höheren Buchungsklassen können die Aufschläge auf mehrere hundert Euro steigen.
Fazit
Der Iran-Krieg hat weitreichende Auswirkungen auf den Flugverkehr. Steigende Kerosinpreise, Flugannullierungen und unsichere Fernrouten treffen sowohl Airlines als auch Reisende.
Wer seine Rechte als Fluggast kennt, kann finanzielle Nachteile vermeiden. Bei Problemen mit verspäteten oder annullierten Flügen können wir Ihnen dabei helfen, Ihre Ansprüche zu prüfen.