Die Lufthansa Group hat ihr Sommerflugprogramm 2026 umfassend angepasst. Bis Oktober werden rund 20.000 Kurzstreckenflüge gestrichen, was einer Reduzierung von etwa einem Prozent der Sitzkilometer entspricht. Ziel der Maßnahmen ist es, unwirtschaftliche Kurzstrecken zu vermeiden und die Treibstoffkosten deutlich zu senken. Nach Konzernangaben lassen sich dadurch rund 40.000 Tonnen Kerosin einsparen.
Die Anpassungen erfolgen vor dem Hintergrund stark gestiegener Kerosinpreise, die sich infolge geopolitischer Spannungen zuletzt nahezu verdoppelt haben.
Die Lufthansa Group will ihre sechs interkontinentalen Drehkreuze – Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel und Rom – künftig effizienter vernetzen und besser auslasten. Ziel ist eine flexiblere Verteilung von Kapazitäten innerhalb des Konzerns sowie eine stärkere Zentralisierung der Steuerung von Verbindungen.
Die strategische Umstrukturierung erfolgt unter der Verantwortung des Konzernvorstands Dieter Vranckx, der die Hub-Steuerung langfristig profitabler und nachhaltiger ausrichten soll.
Im Zuge der Anpassungen kommt es zu konkreten Streichungen und Verlagerungen:
Die Kapazitäten innerhalb der Gruppe werden unterschiedlich angepasst:
Damit reagiert die Lufthansa auf die steigende Nachfrage im europäischen Markt und gleicht Angebot und Nachfrage flexibler innerhalb des Netzwerks aus.
Die Tochtergesellschaft Lufthansa CityLine hat ihren Betrieb eingestellt. Sie war bislang stark im Regionalverkehr aktiv.
Die Lufthansa betont, dass die Treibstoffversorgung weiterhin stabil gesichert sei. Durch Preissicherungsstrategien und optimierte Lieferketten sollen die Auswirkungen steigender Kosten abgefedert werden.
Für Passagiere bedeutet die aktuelle Umstrukturierung jedoch, dass kurzfristige Änderungen, Annullierungen und Umbuchungen in der Sommerperiode häufiger auftreten können.
Nach der EU-Fluggastrechteverordnung haben Passagiere Anspruch auf eine Entschädigung, sofern entsprechende Voraussetzungen erfüllt sind und kein außergewöhnlicher Umstand vorliegt. Wenn Ihr Flug betroffen ist, können Sie schnell und unkompliziert prüfen, ob Ihnen eine Ausgleichszahlung zusteht.