Swiss annulliert Sommerflüge 2026

Die Lufthansa-Tochter Swiss sieht sich erneut gezwungen, ihren Sommerflugplan 2026 anzupassen und insgesamt 326 Flüge zu streichen. Gründe hierfür sind ein anhaltender Personalmangel im Cockpit sowie technische Probleme und Umstellungen durch neue Flugzeugtypen. Betroffen sind vor allem interkontinentale Strecken, darunter Verbindungen nach Chicago und Shanghai.

Flugstreichungen: Ursachen und Auswirkungen

Nach internen Angaben fehlt es Swiss derzeit an qualifizierten Piloten für mehrere Flugzeugtypen wie A320, A321, A330 und A340. Gleichzeitig bindet die Einführung des modernen Airbus A350-900 erhebliche Umschulungsressourcen. Zusätzlich stehen elf Maschinen wegen Triebwerksproblemen am Boden. Kurzfristige Lösungen sind, laut Unternehmenssprecher, kaum möglich.

Im Vergleich zum Vorjahr fällt der Rückgang der Flüge jedoch geringer aus: Während 2025 noch rund 1.400 Verbindungen gestrichen werden mussten, sind es 2026 nur 0,4 Prozent des Gesamtangebots. Der Schwerpunkt liegt auf der Optimierung personalintensiver Langstrecken.

Auswirkungen für Reisende

Für betroffene Passagiere kann eine Flugstreichung erhebliche Unannehmlichkeiten mit sich bringen, zum Beispiel durch Umbuchungen, Verspätungen oder geänderte Reiserouten. Nach der EU-Fluggastrechteverordnung (EU 261/2004) haben Fluggäste Anspruch auf Entschädigung bei annullierten oder erheblich verspäteten Flügen, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Ein Entschädigungsanspruch besteht jedoch nicht, wenn der Flug mehr als 14 Tage vor dem geplanten Abflug annulliert wurde. In diesem Fall haben Sie dennoch das Recht auf Erstattung der Ticketkosten.