Emirates möchte weitere Flughäfen in Deutschland anfliegen

Die Fluggesellschaft Emirates möchte einen weitere deutsche Flughafen anfliegen. Bisher darf sie laut Luftverkehrsabkommen mit den VAE nur vier Flughäfen bedienen. Die Erweiterung der Landerechte sorgt für politischen Streit zwischen Flughäfen, Lufthansa und der Bundesregierung.

 

Wichtige Fakten im Überblick

  • Emirates darf aktuell nur vier deutsche Flughäfen anfliegen: Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg.
  • Die Airline will den Flughafen Berlin Brandenburg (BER) sowie Stuttgart als neue Standorte hinzufügen.
  • Die Bundesregierung hatte bisher eine Erweiterung der Rechte abgelehnt, was Emirates-Chef Tim Clark kritisierte.
  • Der Flughafenverband ADV fordert neue Luftverkehrsabkommen, um den BER und andere Flughäfen zu stärken.
  • Lufthansa und einige Bundesländer warnen vor einer Schwächung ihrer Drehkreuze durch mehr Rechte für Golf-Airlines.
  • Politisch prallen wirtschaftliche Interessen Ostdeutschlands und Lobbyinteressen der etablierten Airlines aufeinander.

 

Auswirkungen für Reisende

Für Passagiere könnte eine Erweiterung der Emirates-Flugrechte bedeuten, dass der BER und Stuttgart künftig besser an das internationale Streckennetz angebunden sind. Das kann mehr Direktverbindungen und mehr Wettbewerb bringen. Allerdings könnte der Streit um Landerechte auch zu Verzögerungen bei der Umsetzung führen. Reisende sollten daher mit möglichen Änderungen im Flugangebot rechnen, aber auch mit Chancen auf attraktivere Verbindungen.