11.02.2025
Passagiere der Lufthansa sollten sich am Donnerstag, 12. Februar, auf erhebliche Einschränkungen im Flugverkehr einstellen. Sowohl die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) als auch die Kabinengewerkschaft UFO haben zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Betroffen sind alle Abflüge von deutschen Flughäfen. Dadurch ist mit zahlreichen Flugausfällen, Verspätungen und kurzfristigen Änderungen im Flugplan zu rechnen.
Der Lufthansa-Streik hat mehrere tarifliche Hintergründe: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit fordert höhere Arbeitgeberbeiträge zur Altersvorsorge für Beschäftigte, während das Kabinenpersonal (UFO) neue Tarifverträge und einen Sozialplan verlangt. Grund für die Forderungen sind gescheiterte Verhandlungen und die Konzernstrategie, Kapazitäten auf günstigere Tochtergesellschaften wie City Airlines oder Discover zu verlagern, wodurch Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen beeinträchtigt werden könnten.
Besonders stark dürften die großen Drehkreuze Frankfurt und München betroffen sein. Aber auch andere Flughäfen wie Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln, Stuttgart und Hannover müssen mit Einschränkungen rechnen.
Bei Streiks gelten für Fluggäste grundsätzlich die EU-Fluggastrechte. Wenn ein Flug annulliert wird oder sich stark verspätet, haben Reisende Anspruch auf:
Da es sich um einen internen Streik des Airline-Personals handelt, gilt dieser rechtlich meist nicht als außergewöhnlicher Umstand, sodass in vielen Fällen zusätzlich Anspruch auf eine Ausgleichszahlung besteht und die Airlines entschädigungspflichtig sind:
Der angekündigte Streik kann den Flugverkehr deutschlandweit deutlich beeinträchtigen. Wer am Donnerstag reist, sollte sich auf Änderungen einstellen und seine Rechte kennen.
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